Anhand von acht Tagebüchern wird das Leben im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet – von begeisterten Anhängern bis zu Verfolgten.
Die ersten Monate der Machtergreifung ⏱ 0:02
•Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler Reichskanzler.•Franz Schall, ein 20-jähriger überzeugter Nationalsozialist, sieht seine Zeit gekommen.•Matthias Mehs, ein katholischer Gastwirt in Wittlich, erlebt SA-Terror und Spitzel.•Luise Solmitz in Hamburg ist von Hitler zunächst angetan und nimmt an Fackelzügen teil.•Der Reichstag brennt am 28. Februar; Grundrechte werden ausgesetzt.Jüdische Perspektiven und zunehmende Ausgrenzung ⏱ 17:22
•Willy Cohn, ein jüdischer Lehrer und SPD-Mitglied in Breslau, dokumentiert die Verfolgung.•Am 1. April 1933 Boykott jüdischer Geschäfte: SA-Männer stellen Schilder auf mit Aufschriften wie „Hier wohnt ein Jude“.•Luise Solmitz ist vom Boykott enttäuscht und schämt sich für die Behandlung der Juden.•Franz Schall engagiert sich in der Hitlerjugend und will die Organisation straffen.Reichstagswahl und Machtverschiebung ⏱ 23:22
•Am Tag vor der Reichstagswahl feiert Gisela Solmitz ihren 13. Geburtstag und fordert ihre Mutter auf, Hitler zu wählen.•Hitler gewinnt die Wahl; Machtverhältnisse verschieben sich radikal.•Am 7. März 1933 hisst die SS die Hakenkreuzfahne auf dem Rathausplatz in Franz Schalls Heimatstadt.•Franz Schall gerät in Konflikt mit seinem Tischlermeister, der ihn als Unruhestifter sieht.Key Takeaways
•Die Machtergreifung Hitlers wurde von Teilen der Bevölkerung begeistert aufgenommen.•Terror und Einschüchterung begannen sofort, z. B. durch SA-Präsenz und Denunziation.•Jüdische Bürger wurden systematisch ausgegrenzt und boykottiert.•Die Reichstagswahl 1933 festigte die NS-Herrschaft.Conclusion
Die Tagebücher zeigen, wie die Deutschen zwischen Begeisterung, Anpassung, Zerrissenheit und Verzweiflung lebten, während die NS-Diktatur ihren Terror entfaltete.